Allgemeine Geschäftsbedingungen für die Nutzung von parable
Schwarzschild AG · Berchtwilerstrasse 1, 6343 Rotkreuz, Schweiz · Handelsregister des Kantons Zug, UID CHE-479.159.996
parable ist eine Software-as-a-Service-Plattform der Schwarzschild AG für KI-gestütztes Vertriebstraining. Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen („AGB“) regeln die Nutzung der Plattform unter app.parableapp.io sowie aller damit verbundenen Leistungen.
1. Geltungsbereich und Vertragspartner
Anbieterin der Plattform parable ist die Schwarzschild AG, Berchtwilerstrasse 1, 6343 Rotkreuz, Schweiz, eingetragen im Handelsregister des Kantons Zug unter der UID CHE-479.159.996 („Anbieterin“, „wir“). Kontakt: support@parableapp.io.
Das Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmen, Selbständige, juristische Personen des privaten und öffentlichen Rechts sowie Behörden („Kunde“). Verbraucherinnen und Verbraucher im Sinne des Verbraucherschutzrechts können parable nicht nutzen. Mit der Registrierung bestätigt die handelnde Person, dass sie im Rahmen ihrer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit handelt und berechtigt ist, den Kunden zu vertreten.
Diese AGB gelten für alle Verträge zwischen der Anbieterin und dem Kunden über die Nutzung von parable. Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Geschäftsbedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, auch wenn die Anbieterin ihnen nicht ausdrücklich widerspricht.
Die Anbieterin stellt diese AGB in der jeweils geltenden Fassung unter app.parableapp.io/agb bereit. Die Fassung und das Datum des Standes sind am Kopf des Dokuments angegeben.
2. Leistungsgegenstand
parable stellt dem Kunden über das Internet eine Trainingsumgebung für Vertriebsgespräche bereit. Kernbestandteile sind: simulierte Verkaufsgespräche mit KI-gesteuerten Gesprächspartnern per Sprache, die automatische Auswertung dieser Gespräche, Coaching-Hinweise und Übungen (Drills), sowie die Verwaltung von Organisationen, Teams und Sitzen.
Die Plattform wird in Trainingsplänen angeboten: Trainingsplan 1 (Einstieg), Trainingsplan 2 (Intensiv) und Trainingsplan 3 (Maximum). Jeder Plan wird je Sitz und Abrechnungsperiode berechnet und umfasst ein monatliches Token-Kontingent je Sitz (Ziffer 4). Der jeweils aktuelle Funktionsumfang und die Kontingente ergeben sich aus der Plattform und der Preisübersicht unter parableapp.io.
Simulationen, Auswertungen, Bewertungen und Empfehlungen werden maschinell durch KI-Systeme erzeugt. Sie dienen Trainingszwecken und stellen keine Beratung dar. Die Anbieterin übernimmt keine Gewähr dafür, dass maschinell erzeugte Inhalte richtig, vollständig oder für einen bestimmten Zweck geeignet sind. Entscheidungen mit Wirkung für Personen, insbesondere Personalentscheidungen, dürfen nicht allein auf Auswertungen der Plattform gestützt werden.
Die Anbieterin entwickelt die Plattform fortlaufend weiter und darf Funktionen ändern, ergänzen oder ersetzen, solange der vertraglich vereinbarte Kernnutzen erhalten bleibt. Funktionen, die als Vorschau oder Beta gekennzeichnet sind, werden ohne Zusicherung bereitgestellt und können jederzeit wieder entfernt werden.
parable ist ein System der künstlichen Intelligenz im Sinne der Verordnung (EU) 2024/1689 (KI-Verordnung). Gesprächspartner in den Simulationen sind KI-Systeme, keine Menschen; Auswertungen, Bewertungen, Coaching-Hinweise und Übungen werden maschinell erzeugt. Die Plattform kennzeichnet dies. Die Anbieterin stellt Informationen zur Funktionsweise, zu den Grenzen und zur bestimmungsgemäßen Nutzung bereit und aktualisiert sie fortlaufend.
Bestimmungsgemäßer Zweck von parable ist das Training und die Selbstverbesserung von Vertriebsmitarbeitenden anhand simulierter Gespräche. Nicht bestimmungsgemäß ist der Einsatz zur Auswahl von Bewerberinnen und Bewerbern, zur Bewertung der Arbeitsleistung mit Rechtsfolgen (etwa Beförderung, Vergütung, Abmahnung oder Kündigung) oder zur Überwachung von Beschäftigten. Ein solcher Einsatz ist nur auf Grundlage einer gesonderten schriftlichen Vereinbarung zulässig, in der die Parteien die dafür geltenden Pflichten nach der KI-Verordnung regeln.
3. Registrierung, Konto und Organisation
Die Nutzung setzt ein Benutzerkonto voraus. Die Registrierung erfolgt mit E-Mail-Adresse und Passwort (mit Bestätigung der E-Mail-Adresse per Code) oder über ein Google-Konto. Meldet sich eine bereits registrierte Person mit einem Google-Konto derselben E-Mail-Adresse an, wird die Google-Anmeldung mit dem bestehenden Konto verknüpft.
Benutzerkonten sind personengebunden. Zugangsdaten sind geheim zu halten; eine Weitergabe an Dritte ist untersagt. Der Kunde hat die Anbieterin unverzüglich zu informieren, wenn ein Missbrauch von Zugangsdaten zu vermuten ist. Die Plattform bietet eine Zwei-Faktor-Absicherung an; die Anbieterin empfiehlt, sie zu aktivieren.
Der Kunde wird in der Plattform als Organisation geführt. Die Person, die die Organisation anlegt und die Buchung abschließt, ist Organisationsinhaber und handelt für den Kunden. Die Plattform kennt die Rollen Organisationsinhaber, Organisationsadministrator, Team-Administrator und Mitglied; Rechte und Abrechnungsbefugnisse ergeben sich aus der jeweiligen Rolle.
Der Vertrag über die entgeltliche Nutzung kommt zustande, wenn der Kunde im Buchungsablauf (Onboarding) einen Trainingsplan wählt, eine Zahlungsmethode hinterlegt und die Buchung bestätigt. Die Anbieterin bestätigt den Vertragsschluss per E-Mail. Ein Anspruch auf Vertragsschluss besteht nicht.
Organisationsinhaber und Administratoren können weitere Personen per E-Mail-Einladung in die Organisation aufnehmen. Jeder aufgenommenen Person wird ein Sitz zugewiesen (Ziffer 4).
4. Sitze, Kontingente und zulässige Nutzung
Ein Sitz berechtigt genau eine natürliche Person zur Nutzung der Plattform. Ein Sitz darf nicht von mehreren Personen abwechselnd oder gemeinsam genutzt werden. Der Kunde darf einen Sitz einer anderen Person zuweisen, wenn die bisherige Person die Plattform nicht mehr nutzt (etwa bei Ausscheiden aus dem Unternehmen).
Die Vergütung bemisst sich nach der Anzahl der Sitze der Organisation, unabhängig von der Aufteilung in Teams. Ab fünf Sitzen gewährt die Anbieterin einen Mengenrabatt, der automatisch angewendet wird: 5 bis 14 Sitze 10 %, 15 bis 39 Sitze 15 %, 40 bis 89 Sitze 20 %, ab 90 Sitzen 25 %.
Jeder Sitz umfasst je Abrechnungsmonat ein Token-Kontingent gemäß dem gebuchten Trainingsplan (derzeit 7,5 Mio. Tokens im Trainingsplan 1, 10 Mio. Tokens im Trainingsplan 2, 14 Mio. Tokens im Trainingsplan 3). Tokens sind die Recheneinheit für die Nutzung von Gesprächssimulationen, Auswertungen und Coaching. Das Kontingent wird zu Beginn jedes Abrechnungsmonats neu bereitgestellt; nicht verbrauchte Tokens verfallen mit Ablauf des Monats. Dies gilt auch bei jährlicher Zahlweise.
Ist das Kontingent eines Sitzes erschöpft, stehen tokenpflichtige Funktionen für diesen Sitz bis zum Beginn des nächsten Abrechnungsmonats nicht zur Verfügung, sofern kein Zusatzpaket erworben wird. Eine automatische Abrechnung von Mehrverbrauch findet nicht statt.
Zusatzpakete (derzeit „Boost“ mit 2,5 Mio. Tokens und „Power“ mit 5 Mio. Tokens) können von abrechnungsberechtigten Personen der Organisation erworben werden. Sie werden sofort über die hinterlegte Zahlungsmethode abgebucht, dem jeweiligen Sitz gutgeschrieben und nach dem monatlichen Kontingent verbraucht. Zusatzpakete sind nicht übertragbar, nicht erstattbar und bleiben bis zum Verbrauch gültig, längstens bis zur Beendigung des Vertrags.
Untersagt sind insbesondere: die automatisierte oder massenhafte Nutzung der Plattform außerhalb der vorgesehenen Benutzeroberflächen, das Umgehen technischer Beschränkungen, Rückentwicklung (Reverse Engineering), die Weitervermietung oder der Weiterverkauf von Zugängen, das Einbringen rechtswidriger oder rechtsverletzender Inhalte, Versuche, die Gesprächssimulationen zur Erzeugung solcher Inhalte zu missbrauchen, sowie jede Nutzung, die die Verfügbarkeit oder Sicherheit der Plattform beeinträchtigt.
Die Anbieterin darf Zugänge bei begründetem Verdacht auf einen Verstoß gegen diese Ziffer vorübergehend sperren. Sie informiert den Kunden über die Sperre und deren Grund, soweit dies die Aufklärung nicht gefährdet.
5. Preise, Zahlung und Rechnungsstellung
Es gelten die zum Zeitpunkt der Buchung in der Plattform angezeigten Preise. Alle Preise verstehen sich in Euro und netto, zuzüglich der gesetzlich geschuldeten Mehrwert- beziehungsweise Umsatzsteuer, soweit sie anfällt. Für Kunden mit Sitz außerhalb der Schweiz wird keine Schweizer Mehrwertsteuer berechnet; bei Kunden mit Sitz in der Europäischen Union geht die Steuerschuld auf den Leistungsempfänger über (Reverse-Charge-Verfahren). Der Kunde ist verpflichtet, seine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer anzugeben und Änderungen mitzuteilen.
Die Vergütung wird je Abrechnungsperiode im Voraus fällig: bei monatlicher Zahlweise zu Beginn jedes Monats, bei jährlicher Zahlweise zu Beginn jedes Vertragsjahres für zwölf Monate. Ändert sich die Zahl der Sitze während einer laufenden Periode, wird die Differenz anteilig für den Rest der Periode berechnet; ein Guthaben aus entfernten Sitzen wird mit der nächsten Rechnung verrechnet und nicht ausgezahlt.
Die Zahlungsabwicklung erfolgt über den Zahlungsdienstleister Stripe. Zur Verfügung stehen die in der Plattform angebotenen Zahlungsmethoden, derzeit Kreditkarte und SEPA-Lastschrift. Mit der Hinterlegung einer Zahlungsmethode ermächtigt der Kunde die Anbieterin, alle vertraglich geschuldeten Beträge über diese Zahlungsmethode einzuziehen. Bei SEPA-Lastschrift erteilt der Kunde ein entsprechendes Mandat; die Vorabankündigung (Pre-Notification) kann auf einen Tag verkürzt werden.
Rechnungen werden elektronisch erstellt und an die E-Mail-Adresse der abrechnungsberechtigten Personen der Organisation versandt sowie in der Plattform bereitgestellt. Der Kunde stimmt der elektronischen Rechnungsstellung zu.
Die Anbieterin kann die Preise mit einer Ankündigungsfrist von mindestens 30 Tagen zum Beginn der nächsten Abrechnungsperiode ändern. Widerspricht der Kunde einer Preiserhöhung nicht bis zu ihrem Wirksamwerden, gilt der neue Preis ab der nächsten Periode. Der Kunde kann im Fall einer Preiserhöhung bis zu deren Wirksamwerden außerordentlich zum Ende der laufenden Periode kündigen.
6. Laufzeit, Verlängerung und Kündigung
Bei monatlicher Zahlweise beträgt die Vertragslaufzeit einen Monat. Sie verlängert sich jeweils um einen weiteren Monat, wenn der Vertrag nicht bis zum Ende der laufenden Laufzeit gekündigt wird.
Bei jährlicher Zahlweise beträgt die Vertragslaufzeit zwölf Monate. Sie verlängert sich jeweils um weitere zwölf Monate, wenn der Vertrag nicht bis zum Ende der laufenden Laufzeit gekündigt wird. Die Verlängerung wird zu dem dann geltenden Preis über die hinterlegte Zahlungsmethode abgerechnet.
Die Kündigung ist jederzeit ohne Einhaltung einer Frist zum Ende der laufenden Laufzeit möglich. Sie erfolgt in der Plattform (Einstellungen → Abonnement) durch eine abrechnungsberechtigte Person oder per E-Mail an support@parableapp.io. Bis zum Ende der Laufzeit bleibt die Plattform in vollem Umfang nutzbar. Eine anteilige Erstattung bereits gezahlter Vergütung für die laufende Laufzeit erfolgt nicht.
Ein Wechsel in einen höheren Trainingsplan wird sofort wirksam und für den Rest der laufenden Periode anteilig berechnet. Ein Wechsel in einen niedrigeren Plan oder von jährlicher zu monatlicher Zahlweise wird zum Ende der laufenden Laufzeit wirksam.
Das Recht beider Parteien zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt für die Anbieterin insbesondere vor, wenn der Kunde trotz Abmahnung wiederholt gegen Ziffer 4 verstößt oder mit der Zahlung gemäß Ziffer 7 länger als 60 Tage in Verzug ist.
Mit Beendigung des Vertrags endet das Nutzungsrecht. Ziffer 10 regelt den Umgang mit den Daten des Kunden nach Vertragsende.
7. Zahlungsverzug und Sperrung
Schlägt ein Zahlungseinzug fehl, wiederholt die Anbieterin den Einzug und informiert die abrechnungsberechtigten Personen der Organisation per E-Mail, derzeit am ersten, dritten und siebten Tag nach dem Fehlschlag. Der Zugang zur Plattform bleibt in dieser Zeit bestehen.
Ist die offene Vergütung 30 Tage nach dem ersten Fehlschlag nicht ausgeglichen, darf die Anbieterin den Zugang der Organisation sperren. Die Daten des Kunden bleiben während der Sperre erhalten. Nach vollständigem Ausgleich wird der Zugang wieder freigeschaltet.
Bleibt die Vergütung weitere 30 Tage offen, darf die Anbieterin den Vertrag außerordentlich kündigen (Ziffer 6). Gesetzliche Verzugsfolgen, insbesondere Verzugszinsen und der Ersatz von Mahn- und Rücklastschriftkosten, bleiben vorbehalten.
8. Kein Widerrufsrecht
Da sich das Angebot ausschließlich an Unternehmer richtet, besteht kein gesetzliches Widerrufsrecht. Die Leistung beginnt unmittelbar mit Abschluss der Buchung.
9. Verfügbarkeit, Wartung und Support
Die Anbieterin stellt die Plattform mit der Sorgfalt eines ordentlichen Anbieters bereit und ist um eine hohe Verfügbarkeit bemüht. Eine bestimmte Verfügbarkeit wird nicht zugesichert, soweit nicht ausdrücklich schriftlich vereinbart. Die Plattform kann wegen Wartung, Sicherheitsupdates oder Weiterentwicklung vorübergehend nicht erreichbar sein; geplante Wartungsarbeiten werden nach Möglichkeit außerhalb der üblichen Geschäftszeiten (Mitteleuropäische Zeit) durchgeführt und vorher angekündigt.
Die Plattform nutzt Leistungen Dritter, insbesondere Anbieter von KI-Sprach- und Sprachmodellen, Cloud-Infrastruktur und Zahlungsabwicklung. Störungen dieser Dienste, die außerhalb des Einflussbereichs der Anbieterin liegen, gelten nicht als Leistungsstörung der Anbieterin; die Anbieterin wird auf eine zügige Behebung hinwirken.
Support wird per E-Mail an support@parableapp.io an Werktagen (Montag bis Freitag, ausgenommen gesetzliche Feiertage im Kanton Zug) geleistet. Die Anbieterin bemüht sich, Anfragen innerhalb von zwei Werktagen zu beantworten.
Der Kunde stellt die für die Nutzung erforderliche Ausstattung selbst bereit: einen aktuellen Browser, ein Mikrofon und eine ausreichend schnelle Internetverbindung.
10. Aufzeichnungen, Datenschutz und Datensicherheit
Trainingsgespräche werden zur Auswertung aufgezeichnet, transkribiert und automatisiert analysiert. Die Nutzerinnen und Nutzer werden in der Plattform darauf hingewiesen. Der Kunde stellt sicher, dass die von ihm zugelassenen Personen vor der ersten Nutzung über die Verarbeitung ihrer Daten informiert sind und dass die Nutzung mit den bei ihm geltenden Regelungen, insbesondere arbeitsrechtlichen Mitbestimmungsrechten, vereinbar ist. Als Betreiber des KI-Systems im Sinne der KI-Verordnung setzt der Kunde parable nur zum bestimmungsgemäßen Zweck (Ziffer 2) ein, sorgt dafür, dass die nutzenden Personen über ausreichende Kenntnisse im Umgang mit KI-Systemen verfügen, und stellt sicher, dass Ergebnisse der Plattform vor jeder Entscheidung mit Wirkung für eine Person durch einen Menschen geprüft werden.
Soweit die Anbieterin personenbezogene Daten der Mitarbeitenden und Nutzer des Kunden verarbeitet, geschieht dies im Auftrag des Kunden. Die Parteien schließen hierzu einen Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO; er ist unter app.parableapp.io/avv abrufbar und wird mit Vertragsschluss Bestandteil des Vertrags; auf Wunsch stellt die Anbieterin ihn als unterzeichnetes Dokument bereit. Einzelheiten zur Verarbeitung, zu eingesetzten Dienstleistern und zu Übermittlungen in Drittländer enthält die Datenschutzerklärung der Plattform unter app.parableapp.io/datenschutz.
Kundendaten werden in der Europäischen Union (Amazon Web Services, Region Frankfurt) gespeichert. Für einzelne Verarbeitungsschritte, insbesondere die Erzeugung von Sprache und die Auswertung durch KI-Modelle, werden Dienstleister eingesetzt, die Daten auch außerhalb der EU und der Schweiz verarbeiten können; die Anbieterin sichert diese Übermittlungen durch geeignete Garantien, insbesondere Standardvertragsklauseln, ab.
Die Anbieterin verwendet Inhalte und Aufzeichnungen des Kunden ausschließlich zur Erbringung und Verbesserung der vertraglichen Leistung. Sie nutzt Kundendaten nicht, um KI-Modelle Dritter zu trainieren, und gibt sie nicht zu Werbezwecken weiter.
Der Kunde räumt der Anbieterin an den von ihm oder seinen Nutzern eingebrachten Inhalten das nicht ausschließliche Recht ein, sie zur Erbringung der vertraglichen Leistungen zu vervielfältigen, zu verarbeiten und den Nutzern der Organisation zugänglich zu machen. Der Kunde gewährleistet, dass er zur Einbringung der Inhalte berechtigt ist.
Die Anbieterin trifft angemessene technische und organisatorische Maßnahmen zum Schutz der Kundendaten, darunter verschlüsselte Übertragung, Zugangskontrolle, tägliche Sicherungen und Löschschutz für die Identitätsverwaltung. Der Kunde ist dafür verantwortlich, seine Auswertungen und Berichte, die er über den Vertrag hinaus benötigt, während der Laufzeit zu exportieren; die Anbieterin unterstützt dabei auf Anfrage.
Nach Beendigung des Vertrags werden die Kundendaten innerhalb von 90 Tagen gelöscht, soweit keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen (insbesondere für Rechnungsdaten). Auf Wunsch des Kunden, der der Anbieterin bis zum Vertragsende zugeht, stellt die Anbieterin vor der Löschung einen Export der Auswertungen zur Verfügung.
11. Rechte an der Plattform
Alle Rechte an der Plattform, ihrer Software, ihren Inhalten, Gesprächsszenarien, Modellen und Marken stehen der Anbieterin oder ihren Lizenzgebern zu. Der Kunde erhält für die Vertragslaufzeit das einfache, nicht übertragbare und nicht unterlizenzierbare Recht, die Plattform im vertraglich vereinbarten Umfang für eigene Trainingszwecke zu nutzen.
Auswertungen, Berichte und Transkripte, die die Plattform für den Kunden erzeugt, darf der Kunde für eigene interne Zwecke zeitlich unbegrenzt nutzen. Eine Veröffentlichung oder Weitergabe an Dritte, die den Eindruck erweckt, es handle sich um Aussagen der Anbieterin, ist untersagt.
Gibt der Kunde oder ein Nutzer Anregungen oder Verbesserungsvorschläge zur Plattform ab, darf die Anbieterin diese ohne Vergütung und ohne Einschränkung verwenden.
12. Gewährleistung und Haftung
Die Anbieterin gewährleistet, dass die Plattform im Wesentlichen die in Ziffer 2 beschriebenen Funktionen aufweist. Der Kunde zeigt Mängel unverzüglich unter Angabe der Umstände an; die Anbieterin behebt Mängel innerhalb angemessener Frist. Schlägt die Behebung eines erheblichen Mangels endgültig fehl, kann der Kunde den Vertrag außerordentlich kündigen.
Die Anbieterin haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit sowie für Schäden aus der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit. Im Übrigen ist die Haftung der Anbieterin, soweit gesetzlich zulässig, ausgeschlossen; jedenfalls ist sie je Vertragsjahr auf die Summe der Vergütung beschränkt, die der Kunde in den zwölf Monaten vor dem schädigenden Ereignis an die Anbieterin gezahlt hat. Für entgangenen Gewinn, mittelbare Schäden und Folgeschäden haftet die Anbieterin nicht.
Die Anbieterin haftet nicht für Schäden, die dadurch entstehen, dass der Kunde Entscheidungen auf maschinell erzeugte Auswertungen, Bewertungen oder Empfehlungen stützt (Ziffer 2). Sie haftet ferner nicht für den Verlust von Daten, soweit der Schaden darauf beruht, dass der Kunde eine ihm zumutbare Sicherung unterlassen hat.
Die vorstehenden Haftungsbeschränkungen gelten auch zugunsten der Organe, Mitarbeitenden und Erfüllungsgehilfen der Anbieterin.
13. Vertraulichkeit und Referenz
Beide Parteien behandeln Informationen der jeweils anderen Partei, die als vertraulich gekennzeichnet sind oder erkennbar vertraulich sind, während der Laufzeit und für drei Jahre danach vertraulich und verwenden sie nur zur Durchführung des Vertrags. Gesetzliche Offenlegungspflichten bleiben unberührt.
Die Anbieterin darf den Kunden nur mit dessen vorheriger Zustimmung als Referenz nennen.
14. Änderungen dieser AGB
Die Anbieterin darf diese AGB ändern, soweit dies wegen geänderter Rechtslage, geänderter technischer Gegebenheiten oder der Weiterentwicklung der Plattform erforderlich ist und den Kunden nicht unangemessen benachteiligt. Änderungen werden den Organisationsinhabern mindestens 30 Tage vor Wirksamwerden per E-Mail mitgeteilt und in der Plattform angezeigt.
Widerspricht der Kunde nicht bis zum Wirksamwerden, gelten die geänderten AGB als angenommen; hierauf wird in der Mitteilung hingewiesen. Widerspricht der Kunde, kann jede Partei den Vertrag zum Wirksamwerden der Änderung kündigen. Wesentliche Änderungen zu Lasten des Kunden werden nur mit seiner ausdrücklichen Zustimmung wirksam, die die Anbieterin gesondert einholt.
15. Schlussbestimmungen
Es gilt das Recht der Schweiz unter Ausschluss des Übereinkommens der Vereinten Nationen über Verträge über den internationalen Warenkauf und der Regeln des internationalen Privatrechts.
Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag ist Zug, Schweiz. Zwingende gesetzliche Gerichtsstände bleiben vorbehalten; die Anbieterin ist berechtigt, den Kunden auch an seinem allgemeinen Gerichtsstand zu verklagen.
Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. Anstelle der unwirksamen Bestimmung gilt die gesetzliche Regelung.
Vertragssprache ist Deutsch. Stellt die Anbieterin Übersetzungen dieser AGB bereit, dienen sie der Information; im Zweifel gilt die deutsche Fassung.
Kontakt: support@parableapp.io · https://parableapp.io
